Bei Arch Linux handelt es sich um eine i686 - optimierte Linux - Distribution. Entwickelt wurde diese nach dem KISS - Prinzip. Der minimalistische Ansatz führt dazu, dass man diese Distribution ausschließlich für fortgeschrittene Benutzer empfehlen kann. Bei sämtlichen grafischen Installations- und Konfigurationshilfen wurde auf Einfachheit in jeder Art und Weise verzichtet. Anfang 2001 wurde es von Judd Vinet entwickelt. Inspirationen der verschiedensten Art holte sich dieser in erste Linie von CRUX Linux und BSD. Vinet gab am 01. Oktober 2007 seinen Rücktritt als Projektleiter bekannt und übergab diese Position Aaron Griffin. Von einem 25 Kopf starken Team wird Arch Linux den neusten Standards angepasst und entwickelt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um das Kernteam. Die Helfer kommen in erster Linie aus der wachsenden Community, den so genannten Trusted Users. Bis heute wurden sämtliche Weiterentwicklungen unter der GPL veröffentlicht.
In der Bundesrepublik Deutschland erlangte das Projekt als Beilage der Zeitschrift LinuxUser einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Bei der jährlich stattfindenden Umfrage, welche sie auf die Nutzungshäufigkeit bezieht, kam Arch Linus auf eine Nennhäufigkeit von 2,5 Prozent. Dieser Wert ist mit Knoppix und Slackware vergleichbar. Bei Arch Linux handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung. Erstellt wurde sie mit LFS, orientiert sich jedoch neben CRUX noch an weiteren Distributionen. Bei diesem Projekt kombiniert man den Aufbau eines Slackware - Linux mit einer Debian - ähnlichen Paketverwaltung und dem entsprechen Build - System von Gentoo. Die Releases bei Arch Linux sind wie auch bei Gentoo ausschließlich Snapshots. Wie es bei BSD typisch ist, kann das System fast ausschließlich über eine einzige Datei konfiguriert werden. Infolge dessen wird ausschließlich auf die Originaldokumentation und -konfiguration verwiesen. Deswegen müssen allgemeine HowTos und Anleitungen herangezogen werden. Einst wurde dieses System als Basisbetriebssystem für fortgeschrittene Anwender entwickelt. Die Philosophie des Projektes lässt sich sehr einfach in drei Punkten beschreiben: Einfach halten, nicht überladen. Folge dem KISS-Prinzip. Aus diesem grund sollte man auch keine GUIs zur Konfiguration benutzen, welche die Vorgänge vor dem jeweiligen Benutzer verstecken. Deswegen erlaubt es das Betriebssystem auch alles zu installieren. Es muss nur darauf geachtet werden, dass dieses nicht den Idealen von Arch Linux widerspricht. Bezugnehmen auf die Paketverwaltung gibt es bei Arch Linux weitere Besonderheiten.
So ist diese auf den Einsatz von Binärpaketen ausgelegt. Die Pakte werden grundsätzlich mit der eigens dafür entwickelten Paketverwaltung Pacman organisiert. Neue Pakete für die Software können zusätzlich mit dem ABS, Arch Build System erstellt werden. Diese liegen allerdings nur in dem entsprechenden Quellcode vor. Zudem teilt sich Arch Linux in fünf Entwicklungszweige auf. Bezeichnet werden diese auch als package tree. In den Unstable- und Testing - Zweigen findet der Hauptteil der jeweiligen Programmierung statt. Deswegen ist Core auch ausschließlich für die Produktivsysteme gedacht. Wenn man ein minimales Linux-System erstellen möchhte, sollte man aus diesem Grund auf Core zurückgreifen. Pakete die nicht für ein Basissystem gebraucht werden, findet man vor allem in Extra. Bekannt sind diese auch als Core - Alternativen. Unveröffentlichte Programme und die entsprechenden Pakete befinden sich in Unstable. Alle sich hier befindenden Programme sind noch in der Entwicklung. Der Zweig testing enthält all die Programme, die eventuell mit Fehlern behaftet sein könnten und deswegen noch getestet werden.