Kernel-Versionen
Auf kernel.org finden User eine Verzeichnis aller Kernel-Versionen. Dort findet man auch zu jeder Versionen den jeweilige Referenzkernel. Dieser dient als Basis für die sogenannten Distributionskernel, welche von den einzelnen Linux-Distributionen um weitere Funktionen erweitert wurden. Typisch dabei das vierstellige Versionsnummernschema z. B. 2.6.11.1.
Der Anwender kann aus dieser Nummer viele Informationen herauslesen: die exakte Version und die Eigenschaften des Kernels. Die ersten beiden Zahlen, werden geändert wenn die Änderungen am Kernel und neuen Funktionen drastischer sind. Zum Beispiel wurde die erste Zahl aber zuletzt 1996 geändert. Die Pflege der einzelnen Versionen ist im Sinne der zweiten Zahl aufgeteilt. Die vorletzte, dritte Zahl wird geändert, wenn neue Fähigkeiten oder Funktionen hinzugefügt werden. Die letzte Ziffer des vierstelligen Zahlencodes wird für Fehlerbehebungen und Bereinigungen geändert, nicht aber für neue Funktionen oder tiefgreifende Änderungen. Beim Vergleich von Kernel-Versionen wird sie deshalb meist nicht genannt.
Derzeit ist David Weinehall für die 2.0er Serie verantwortlich, Marc-Christian Petersen für den Kernel 2.2, Willy Tarreau für den Kernel 2.4 und Andrew Morton für den aktuellen stabilen Kernel 2.6.