Das Betriebssystem Linspire stand von Anfang an unter keinem besonders gutem Stern. Zunächst wurde das Programm als LindowsOS benannt und bereits an dieser Stelle sollte man wissen, warum es nicht gut ankam. Lindows wurde prompt von Microsoft verklagt, da man hier davon ausging, dass die Namen sich so sehr ähneln würden, dass eine leichte Verwechslungsgefahr besteht, was ja durchaus hätte sein können. Jedoch konnte man zumindest gerichtlich keinen Erfolg erzielen, außer in einigen wenigen Ländern, in denen sich das Programm Lindows umbenennen musste. Windows hingegen wurde vom Gericht immer wieder abgewiesen. Vor allem deshalb, weil andere Anbieter schon weitaus früher das „Fenster-System" einführten.
Letztendlich gelang es den beiden Unternehmen, sich außergerichtlich zu einigen, sodass Microsoft am Ende keinen ähnlich klingenden Gegner mehr hatte. Lindows wurde kurzerhand umbenannt, da es in einigen Ländern nicht mehr mit diesem Namen auftreten durfte, was dem Unternehmen schadete.
Sehr beliebt ist das System nicht gerade, was vor allem daran liegt, dass man die Updates nicht kostenlos bekommt. Doch auch die Grundversion ist nur gegen Bezahlung zu erhalten. Viele andere Unternehmen bieten ihre Dienste im Internet kostenlos an. Somit haben diese einen entscheidenden Vorteil.
Gegründet wurde das Unternehmen von dem in den USA lebenden Michael Robertson.
Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, eine leichte Anwendung herzustellen, die es ermöglicht, dass man vor allem von Windows sehr leicht auf das Linspire-Programm überwechseln kann. Vor allem in Einrichtungen wie Schulen soll dieses Programm eine Anwendung finden. Die Installation dieses Programms ist sehr einfach und geht vor allem sehr schnell. Zudem wurde das Programm so einfach gestaltet, dass inzwischen nahezu jeder damit klar kommt. Anfangs hatten viele mit diesem Programm ihre Probleme.
Das System gibt es in vielen verschiedenen Sprachen. Auch dies hat seine Vorteile, denn dadurch kann es in zahlreichen Ländern angewandt werden. Sehr viele Übersetzer kümmern sich darum, dass die Übersetzungen immer fachgerecht und einfach zu verstehen sind.
Das Linspire-Programm gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. So bekommt man beispielsweise die Standard-Edition. Diese kostet etwa 50,00 $. Weiterhin gibt es den so genannten Developer, eine Version, die viele zusätzliche Anwendungen enthält.
Daneben gibt es die so genannte Linspire-Live-Version. Diese gibt es auf CD. Sie ist dadurch sehr einfach aufzuspielen und zu installieren. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 30,00 $. Für die Anwendung auf einem Notebook gibt es die so genannte Laptop-Version. Diese ist besonders für Anwendungen auf dem Laptop angepasst und daher deutlich leichter zu handhaben, als eine Standard-Version, die man auf den Laptop aufspielen könnte.
Was das Unternehmen in Aufruhr versetzte, war die Tatsache, dass ein Benutzer ein nahezu gleiches System entwickelte und dies kostenlos im Internet anbot. Das Linspire-Unternehmen gab hierzu keinerlei Einverständnis ab. Nachdem dies jedoch bei vielen Benutzern nicht so gut ankam, da die Programme oft miteinander verwechselt wurden, beschloss der Entwickler von Freespire, sein Programm umzubenennen. Das Programm gab es in drei Versionen. Linspire hingegen nutzte die Chance und machte sich Freespire zu eigen. Der Erfolg ist durchaus ansehnlich. Vor allem, dass diese Version kostenlos angeboten wurde, eroberte neue Fans.